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Gästebuch

3: E-Mail
26.11.2011, 09:41 Uhr
 
hallo,
Dobbertin ist ein wunderschönes Dorf.
Ich selber bin sehr aktiv in Dobbertin.
denn Dobbertin ist einfach cooooooooooooool!!!
Annne B.

Dobbertin, 26,11,11
 
2: E-Mail
11.02.2010, 19:55 Uhr
 
Liebe Gäste, war’s hier schön?
So ein Urlaub zum Verlieben?
Was habt Ihr bei uns gesehn?
Seid Ihr gern bei uns geblieben?
Schreibt es auf in’s Gästebuch
und empfehlt uns in der Ferne.
Kommt mal wieder zu Besuch,
seid gewiss, wir seh’n Euch gerne.
Auch Kritik ist schätzenswert,
wenn sie ehrlich, nicht beleidigt.
Wer im Unrecht sich beschwert,
sieht, dass man sich auch verteidigt.

Das Gästebuch soll Forum sein,
auch für Infos der Vereine.
Schreibt gerne auch mal Grüße rein.
… Ihr wisst schon, was ich meine…
 
1: E-Mail
07.02.2010, 14:41 Uhr
 
Grüß Gott, liebe Dobbertiner!

Meine Begrüßung verrät schon, dass ich im Süden Deutschlands lebe – ja, ich habe hier mehr als zwei Drittel meines Lebens verbracht. Es ist Heimat geworden.
Denke ich an Dobbertin, kommen jedoch auch so etwas wie „heimatliche Gefühle“ auf. Diese kommen auch nicht einfach so, sondern haben einen ganz bestimmten Grund.
Ich möchte mich Ihnen kurz vorstellen:
Mein Name ist Jürgen Löwe und ich wurde im September 1944 in Dobbertin geboren, vermutlich im Kloster, denn hier wohnten meine Eltern, Leopold und Anni Löwe zusammen mit meiner älteren Schwester, Vera. Wahrscheinlich wohnten wir im Haus 5.
Während mein Vater als Schneider in einer Dobbertiner Schneiderei beschäftigt war, arbeitete meine Mutter in der Küche des Klosters. Meine Schwester, Jahrgang 1938, besuchte damals sehr wahrscheinlich die Schule in Dobbertin. Vielleicht gibt es ja heute noch jemanden der sich an meine Schwester erinnert?
Ob mein Vater zum Militär eingezogen worden ist oder ob er freiwillig ging, entzieht sich meiner Kenntnis. Er war jedenfalls in der Wehrmacht und hatte wohl Weihnachten 1943 Heimaturlaub. Hier wurde ich gezeugt – gesehen hat mich mein Vater nie. Ich selbst habe ihn auch nie kennen lernen dürfen. Er galt lange Zeit als vermisst. Erst in den 80er Jahren erhielten wir die Nachricht, dass er gefallen sein musste.
Meine Mutter, meine Schwester und ich haben Dobbertin 1946 wegen Räumung des Klosters verlassen müssen. Außer zwei Kindern, im Alter von 8 und knapp 2 Jahren, hatte meine Mutter von einem Tag auf den anderen nichts mehr. Zu allem Übel kamen ihr auch noch sämtliche Papiere abhanden.
Für ihr Vorhaben, nämlich zu meinen Großeltern in die Nähe von Helmstedt zu gehen, wären Papiere aber mehr als hilfreich gewesen. Wie sollte sie bei Ratzeburg die russischen Sperrungen durchqueren? Sie hatte doch schon genug Sorgen darum, wie und von was sie uns zu essen geben konnte.
Über ihr Vorhaben muss sie mit dem damaligen Bürgermeister von Dobbertin, Herrn Welk, gesprochen haben. Der riss, mangels Papier, eine halbe Seite aus einem Standesamtbuch, strich die darauf vorhandenen Daten anderer Dobbertiner durch und beschrieb dieses Blatt auf der einen Seite auf Russisch (Handschriftlich – rote Tinte) und auf der anderen Seite auf Deutsch (mit Schreibmaschine).
Auf diesem Zettel bestätigte er meiner Mutter die Räumung des Klosters Dobbertins, ihre völlige Mittellosigkeit und dass sie zu ihren Eltern in den Raum Helmstedt gehen wolle. Er bat die russischen Patrollien, uns ungehindert passieren zu lassen.
Ich weiß nicht wann, ich weiß nicht wie, aber irgendwann haben wir meine Großeltern wohlbehalten und „gesund“ erreicht.
Später erzählte mir meine Mutter, dass sie mich auf diesem Tripp mit Kaffesatz gefüttert habe. Wo sie den her hatte? Das konnte ich nie in Erfahrung bringen. Geschadet hat mir diese „Vitaminreiche“ Kost jedenfalls nicht.
Vor vielen Jahren verstarb meine Mutter. Dobbertin hat sie nie mehr besuchen können.
Ich selbst besuchte Dobbertin erstmals im Jahr 2001. Mit Bildern meiner Eltern erkundete ich Dobbertin. Sonderbare Gefühle kamen in mir hoch. Endlich lernte ich meinen Geburtsort kennen. Und nicht nur das. Ich habe auch nette Menschen kennen gelernt, zu denen ich heute noch Kontakt habe. Auch dieser Kontakt trägt zu meinen „heimatlichen Gefühlen“ bei.
Wenn der liebe Gott es noch zulässt, werde ich Dobbertin noch einmal besuchen. Ich freue mich schon heute darauf.

Jürgen Löwe

07. Februar 2010




 

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